Kindertheater „der Rabe vom Florenberg“


Hondarribia, vielleicht ein Sehnsuchtsort-zumindest für die Tiere auf dem Florenberg.
Der Rabe vom Florenberg hat sich im Spätherbst zu den Staren auf den Stromleitungen gesellt und ist mit ihnen in den Süden geflogen; ein kleiner Jumbo zwischen den kleinen Segelfliegern.
Als Teilzieher haben die Stare mit ihrem ungewöhnlichen Fluggast Winterquartier im nordspanischen Hondarribia bezogen.

Die anderen Tiere des Florenbergs sind empört und fühlen sich verraten; als Standvogel hätte der Rabe am Florenberg bleiben müssen.

Das Schwärmen des Raben bei seiner Rückkehr weckt jedoch die Neugier der Tiere des Florenbergs und schürt die Sehnsucht nach dem Orte in der Ferne.

Geschickt gelingt es den beiden Protagonisten, Florian und Kilian – gespielt von Andreas Gamisch und Peter-Michael Auth – das junge Publikum über das Schwarzlicht- und das Handpuppenspiel zu führen und in die Gedankenwelt der beiden Jungs vom Florenberg zu entführen.

Aus wenigen Bühnenelementen immer neue Szenarien entstehen zu lassen, gehört zu den Grundideen des Duos: Und so staunen die kleinen und auch erwachsenen Zuschauer, wie aus zwei überdimensionalen Stühlen ein Flugzeug entsteht, mit dem die Tiere gemeinsam nach Hondarribia reisen wollen.

Kilian übergibt aber dem Copiloten noch vor dem Start das Steuer, denn er will den Fehler des Raben nicht wiederholen und andere, wie den Raben zurücklassen. Schließlich entscheiden sich alle Tiere und auch Florian am Florenberg zu bleiben. Stattdessen beschließt man sich Menschen und Tiere aus Hondarribia einzuladen und neue Freunde in der Lebenswelt des Florenbergs zu gewinnen.

Eine Geschichte von Freude und Enttäuschung, von Gedankenlosigkeit undVerlässlichkeit, aber auch eine Geschichte, die Gemeinschaft mit anderen Menschen und Tieren zu suchen und zu leben.

Der Titelsong `Hondarribia´ begleitet die jungen Zuschauer in ständiger Variation durch das Stück; und dennoch scheinen es die Kinder, wie Großmütter berichten, mitgenommen zu haben und in Erinnerung anzustimmen; ein kleines Kompliment an die Crew.

Nathanael Barthol hat die Feder schon gespitzt und bereitet das Stück für Frühjahr 2026 vor: `Der Rabe vom Florenberg im Märchenland´.